Excursionen


Alle Exkursionen finden am Freitag, 9. September 2016 statt.


Abfahrts- und Ankunftsorte werden spätestens während der Konferenz bekannt gegeben.

Naturnahe Wälder in der Nationalparkregion Kellerwald-Edersee

(Leitung: Stefan Brunzel)

An der Nordgrenze des jüngsten deutschen Nationalparks Kellerwald-Edersee finden sich auf steilen, flachgründigen Hängen über dem Edersee zwei urwaldartige Bereiche, die Kahle Hardt und die Hünselburg. Beide Gebiete fallen neben ihrem phantastischen Blick über die Höhen und Wälder des Nationalparks durch extreme Standortbedingungen auf: zum einen stocken mehr als 500 Jahre alte Traubeneichenwälder des pflanzensoziologischen Verbandes Quercion robori-petreae auf humuslosen Schieferhalden und weisen xerothermophile Überbleibsel klimatisch günstigerer Epochen auf. Zum anderen wachsen auf ausgedehnten Blockschutthalden Ahorn-Linden-Ulmen-Mischwälder, von denen keinerlei forstliche Nutzung in der Vergangenheit überliefert ist. Obwohl sie deshalb teilweise den Eindruck vermitteln, als hätte hier noch nie ein Mensch gewirtschaftet, ist die Hünselburg für ihre keltischen Wallanlagen bekannt.

Abfahrt - 08:00 Uhr, Ankunft – ca. 17:00 Uhr

Kosten: 40 EUR (incl. Busfahrt und Picknickpaket)

Weitere Informationen:
www.weltnaturerbe-buchenwaelder.de
www.nationalpark-kellerwald-edersee.de


Eichen der Kahlen Hardt – langsames Wachstum und extreme Bedingungen führten zu teils bizarren Wuchsformen.

Steile Hänge machten die Nutzung der Wälder des Nationalparks Kellerwald-Edersee unattraktiv – und schützten so einmalige Habitate.



Bergheiden im Hochsauerland

(Leitung: Birgit Ziegenhagen, Thomas Fartmann und Stefan Wallney)

Inmitten einer waldreichen Landschaft ist die größte Bergheide Nordwestdeutschlands, das 75 ha große Naturschutzgebiet Neuer Hagen zu finden. Es liegt im Hochsauerlandkreis nördlich von Winterberg auf dem Kamm des Rothaargebirges mit Höhen um 800 m (NN). Die reizvolle raue Landschaft ist durch großflächige Zwergstrauchheiden und Borstgrasrasen gekennzeichnet, in Senken sind Quellen, Quellmoore und Kleinseggenrieder eingestreut. Gegenstand der Exkursion werden die verschiedenen Pflanzengesellschaften, die Entstehung und historische Nutzung der Landschaft und aktuelle Nutzungskonflikte zwischen Naturschutz und Tourismus sowie Managementkonzepte zur Erhaltung und Renaturierung sein.

Abfahrt - 09:00 Uhr, Rückkehr – ca. 16:00 - 17:00 Uhr

Es gibt die Möglichkeit, in einer schön gelegenen Jausenstation (Hochheide Hütte) direkt am Rande der Heide zu Mittag zu essen.

Kosten: 32 EUR (nur Busfahrt, ohne Mittagessen)

Weitere Informationen:
https://www.lwl.org/LWL/Kultur/Westfalen_Regional/Naturraum/Neuer_Hagen
Schubert, W., Trappmann, R., Gräf, B. (2008): Erhalt und Restitution von Heiden im östlichen Hochsauerlandkreis. Abhandlungen aus dem Westfälischen Museum für Naturkunde 70: 261-276.


Einige Kiefern haben in der rauhen Landschaft überlebt, inmitten von Heide und Mooren.

Blüten und Früchte der Preiselbeere.


Ausblick vom Neuen Hagen.


Schätze des Biosphärenreservates Rhön

(Leitung: Stephan Imhof)

Die Rhön ist ein Mittelgebirge mit hoher organismischer Diversität und seit 1991 eins von 15 deutschen UNESCO-Biosphärenreservaten.

Ihre zentraleuropäische Lage ohne eiszeitliche Gletscherbedeckung erlaubt subkontinentale, submediterrane, und ozeanische Einflüsse auf die Vegetation, und die geologische Vielfalt aus Buntsandstein, Basalt und Muschelkalk bedingt pedologische und geomorphologische Diversität, von Tallagen (ca. 250 m) bis auf 950 m über NN. Durch die klimatische Benachteiligung und Jahrhunderte alte Grenzlage (noch heute) war auch die Nutzung der Flächen weitgehend extensiv.

Wir wollen einige Standorte dieser schönen Landschaft besuchen: Borstgrasrasen, Schluchtwald, Hochmoor und Kalktrockenrasen liegen erstaunlich nah beieinander. Besonders das Schwarze Moor in der Hochhröhn und der Weyhershauk bei Ostheim (Kalktrockenrasen) zählen zu den wertvollsten Biotopen des Biosphärenreservates.

Abfahrt – 08:00 Uhr , Rückkehr – nicht vor 18:00 Uhr

Kosten: 40 EUR (incl. Busfahrt und Picknickpaket)

Weitere Informationen:
Biosphärenreservat Rhön
Biosphärenreservat Rhön
Schwarzes Moor
Weyershauk



Das Schwarze Moor im Naturschutzgebiet “Lange Rhön”

Blick auf die Wasserkuppe vom Simmelsberg.


Blick auf die Rother Kuppe vom Ilmenberg.